Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung
der KKG Bönnsche Chinese e.V.
am 17. August 2020

Eine außergewöhnliche Mitgliederversammlung

Wegen der Corona-Einschränkungen hatten wir unsere achte Mitgliederversammlung diesmal vom traditionellen Junitermin auf den 17. August 2020 verschoben.

Anwesend waren 39 wahlberechtigte Mitglieder und 4 Gäste unserer an diesem Tag 309 Mitglieder zählenden Gesellschaft, die vom 1. Vorsitzenden Werner Knauf herzlich begrüßt wurden. Unter Beachtung der bestehenden Corona-Hygieneregeln wurde den Teilnehmern vor dem Betreten des Vereinslokals und nach einer Händedesinfektion ein Hygienebeutel überreicht, der eine Mund-Nasenschutzmaske, einen Kugelschreiber und einen Teilnahmezettel beinhaltete. Anschließend wurde der Sitzplatz zugewiesen. Während der Einlasszeit von 18:00 bis 19:30 Uhr beantworteten die Vorstandsmitglieder anstehende Fragen der Mitglieder. Außerdem bestand Gelegenheit zum chinesischen Essen.

In der Einladung zur Versammlung, die pünktlich um 19:30 Uhr begonnen hatte, waren 17 Tagesordnungspunkte aufgeführt. Die Versammlung endete mit zufriedenen Gesichtern der Teilnehmer bereits um 20:49 Uhr.

Noch am Tag der Versammlung hatte unser Mitglied Xin Ying Zhang ein großflächiges Willkommensbild für uns gemalt, das Anerkennung und Begeisterung hervorrief.

Gedenken und Ehrung

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder:
Gertrud Nadler (Am 12. Juli 2019 verstorben – Mitglied)
Melitta Maria Klein (Am 19. September 2019 verstorben – Aktives Mitglied insbesondere in der Gruppe Musik und Gesang)
Maria „Mia“ Abels (Am 03. März 2020 verstorben – Gründungsmitglied und Senatorin) und einem besonderen Gedenken an die Menschen, die weltweit an Covid-19 verstorben sind, erfolgte zu Beginn der Mitgliederversammlung eine besondere Ehrung.
Nach dem Bonner Oberbürgermeister a.D. Jürgen Nimptsch, der am 18. Juli 2015 zum 1. Botschafter der Bönnsche Chinese ernannt wurde; und dem Ehrenpräsident des Bund Deutscher Karneval e.V. Volker Wagner, dem diese Ehre am 2. März 2017 zu Teil wurde, erhielt der Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler als 3. Botschafter der Kultur- und Karnevals-Gesellschaft nun ebenfalls diese Auszeichnung. Die von Beifall begleitete Laudatio auf das neue Ehrenmitglied hielt Jürgen Nimptsch. In Anerkennung seiner Verdienste um das Kulturgut Karneval und um die Förderung der Deutsch-Chinesischen Freundschaft wurden dem neuen Botschafter eine Urkunde und eine Ehrenmütze überreicht. Viel Beifall erhielt Wolfgang Henseler bei seinen anschließenden Ausführungen. Bei den Ansprachen kam unter anderem auch das besonders gute Verhältnis der Bönnsche Chinese zur Stadt Bornheim und zu den Vorgebirgsvereinen zum Ausdruck. Wurde unser Verein doch am 12. Juni 2012 in Bornheim-Hersel gegründet und viele Mitglieder sind in Bornheim beheimatet. Auch auf den weitgehenden Verzicht des Bornheimer Karnevals, die Vertreter der Ortsausschüsse und Vereine hatten sich vor ein paar Tagen diesbezüglich mit Vertretern der Stadt und dem Bürgermeister zu Gesprächen getroffen, kam Wolfgang Henseler zu sprechen. Einstimmig hatte man beschlossen, dass es in der Session 2020/2021 keine großen Veranstaltungen, keine Umzüge und keine Tollitäten geben würde. Der Bürgermeister lud diesbezüglich auch unsere Gesellschaft zu weiteren Gesprächen mit den Vereinsvertretern im Oktober ein, denn auch unsere Bonner Gesellschaft feiere in Bornheim-Hersel seit der Gründung alljährlich insbesondere auch mit den Vorgebirgstollitäten Karneval und lädt zum großen Tollitäten-Empfang in den Kaiser Garden ein.

Berichte und Wahlen

Vor den Berichten unseres Schatzmeisters Edgar Nottelmann und der Kassenprüfer Li-Ying Chen-Butter und Detlev Schürmann, ließ der stellv. Vorsitzende und Geschäftsführer Michael Zöllner die Erfolgsgeschichte des achten Jahres unserer „Bönnsche Chinese“ in seinem Geschäftsbericht revue passieren. Ein besonderer Dank galt den Mitgliedern und Förderern und insbesondere auch Kinderbonna Janina I. (van der Roest) sowie der Inhaberfamilie Shu vom Kaiser Garden für die stets gute Betreuung.

Anschließend erfolgten die Wahlen des gesamten Vorstandes, der Kassenprüfer und des Ehrenrates, eingeleitet vom Wahlleiter Prof. Dr. Helmut Pütz. Alle durchgeführten Wahlen an diesem Abend erzielten eine Einstimmigkeit.

Gewählt wurden:

In den Geschäftsführenden Vorstand
Präsident – Jin Jian Shu
1. Vorsitzender – Werner Knauf
Schatzmeister – Edgar Nottelmann
Geschäftsführer / stellv. Vorsitzender – Michael Zöllner
Schriftführer / Vizepräsident – Michael Weyer

In den Erweiterten Vorstand
Abteilungsleiter 1 / Kommunikation / Repräsentation Vizepräsident –
Michael Söllheim
Abteilungsleiter 2 / Förderkreis Senat Senatspräsident – Walter Hirschmann
Abteilungsleiter 3 / Chinesisch-Deutsche Kommunikation – Huichun Yun
Abteilungsleiterin 4 / Büro und Archiv – Gisela Ewert-Rings

Zu Kassenprüfern
Li-Ying Chen-Butter und Detlev Schürmann

In den Ehrenrat
Mario Lehmann (Vorsitzender), Dr. Jian Shen und Lutz Reinke

Den gewählten Vorstand aktiv als Vorstandsbeauftragte unterstützen:
Andreas Butter, Li-Ying Chen-Butter, Holger Henges, Reiner Herfurt, Marc Moldenhauer, Wilfried Schatz, Helmut Schreck, Doris Schürmann, Marc Vißers und Franz Wahl.
Ausgeschieden aus diesem Gremium ist aus beruflichen Gründen Lin Zhen.

Planungen und Hinweise

Die Versammlung endete mit einem Überblick über die geplanten Vorhaben und Veranstaltungen, einigen Hinweisen sowie mit dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“.
Unser 1. Vorsitzender führte unter anderem aus:
„Ob und wie wir unsere geplanten Veranstaltungen durchführen können, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und von den Vorgaben der Behörden ab und ist zurzeit nicht absehbar.
Aus diesem Grund beachtet bitte unsere Publikationen, schaut auf unsere Homepage und auf unserer Facebook-Seite nach und schaut auch mal in die örtliche Presse. Wir versuchen Euch immer zeitnah und aktuell zu informieren. Ansonsten gilt es, das in acht Jahren Erreichte zu erhalten und gut zu pflegen.“

Abschließend durften wir uns noch über eine großzügige Spende von unserem Mitglied Heinz Nadler freuen.

 

Rede von Oberbürgermeister a.D. Jürgen Nimptsch zur Ernennung von Wolfgang Henseler zum Botschafter der „Bönnsche Chinese“ am Montag, 17. August 2020, im Restaurant „Kaiser Garden“

Als am 12.06.2012 der Verein „Bönnsche Chinese“ in Bornheim gegründet wurde, hatten die Initiatoren die Absicht, mit der Vereinsarbeit einen Beitrag zum deutsch-chinesischen Kulturaustausch zu liefern und das ist ihnen, meine Damen und Herren, seit dieser Zeit in wirklich beeindruckender Weise gelungen. Mit dem Vereinsnamen „Bönnsche Chinese“ lehnte sich der Verein an die nationale und internationale Bedeutung der ehemaligen Bundeshauptstadt und der heutigen deutschen Stadt der Vereinten Nationen an, denn mit dem Reich der Mitte hatte man sich ja ein Partnerland von allergrößter Strahlkraft und vor allem sehr weitreichender Geschichte ausgesucht, das zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit gehört und worüber es seit 3500 Jahren schriftliche Aufzeichnungen gibt. Da kann Germanien nicht so recht mithalten. Die Bönnsche Chinesen aber wollten von vornherein mithalten und gründeten daher den Verein nicht im rund 2000 Jahre alten Bonn, sondern in Bornheim. Ein paar naseweise Bonner fragten damals entgeistert, wieso Bornheim? Die Stadt Bornheim gibt es doch erst seit 1981, das sei doch keine Geschichte. Aber diese Leute hatten damals den bescheidenen Hinweis auf der Internetseite der Stadt Bornheim übersehen, der da lautet: „Die Region der heutigen Stadt Bornheim wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Hier wurden Hügelgräber mit Beigaben sowie Steinwerkzeuge gefunden, welche eine Besiedelung in der Vorzeit belegen.“ Also, meine Damen und Herren, Bornheim ist von vor der Zeit, von da, wo es noch gar keine Geschichte gab. Bornheim ist also unfassbar alt, viel älter als Bonn und vielleicht sogar etwa so alt wie China und deswegen haben die Gründungsväter der „Bönnsche Chinese“ den Verein in Bornheim gegründet. Und von Anfang an haben die Gründungsväter unseres Vereins deswegen auch gehofft, eines Tages einmal den Bornheimer Bürgermeister mit einem herausragenden Vereinsamt auszeichnen zu dürfen, damit sie jemanden haben, der mit China auf historischer Augenhöhe verhandeln kann. Und heute ist es soweit. Der seit 16 Jahren amtierende Bürgermeister Bornheims Wolfgang Henseler hat im Alter von 68 Jahren beschlossen, das schönste Amt der Welt aufzugeben und das zweitschönste Ehrenamt der Welt anzunehmen. Er wird heute Botschafter der „Bönnsche Chinese“.

Er wird dieses Amt zweifellos genauso ehrenvoll bekleiden, wie er sein Bürgermeisteramt bekleidet hat. Sein Ziel war es immer, Bornheim so zu gestalten, dass sich dort alle wohlfühlen können, dass für alle faire Entwicklungschancen gegeben sind und Achtung und Hilfsbereitschaft das Zusammenleben prägen. Wolfgang Henseler hat dabei auch immer das breite und vielfältige Angebot der vielen Vereine, Organisationen und Institutionen sowie das ehrenamtliche Engagement für eine der besonderen Stärken Bornheims gehalten. Deshalb zählte er als Bürgermeister auch den Besuch und die Würdigung des vielfältigen Engagements zu seinen wichtigsten Aufgaben. Dass er jedes Jahr einige hundert Veranstaltungen besucht hat, zeigt, dass das nicht nur eine Worthülse gewesen ist – und ein paar Tage sind es ja auch im Amt. Schon immer ist er auch außerhalb Bornheims unterwegs, zum Beispiel in Gremien des Städte- und Gemeindebunds oder beim kommunalen Arbeitgeberverband.

Auch was die Augenhöhe zu China auf dem Gebiet der Neuen Technologien angeht, ist unser neuer Botschafter bestens vorbereitet. Die Stadt Bornheim wird als erste Kommune im Rhein-Sieg-Kreis zur „Gigabit-Stadt“ ausgebaut – ungefähr so wie Peking und Shanghai.

Großen Wert hat Wolfgang Henseler immer auch auf den Kontakt zu den Partnerstädten gelegt. So bringt er, zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit der Partnerschaft Zawiercie in Polen, die unter der Ägide Henselers 2010 mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zur städtepartnerschaftlichen Zusammenarbeit besiegelt wurde, Erfahrungen auf dem internationalen Parkett mit.
Was die Planung seines Ruhestands angeht, hat Wolfgang Henseler bereits verlauten lassen, wolle er weiterhin mitgestalten, das kann er ja hier ganz wunderbar, und dann hat er noch etwas sehr Interessantes gesagt, nämlich, dass er „sicherlich mit Aufmerksamkeit beobachten werde, was meine Nachfolger machen.“ Da Wolfgang Henseler selbst auf 16 Amtsjahre zurückblickt und von seinen „Nachfolgern“ spricht, denen er selbstverständlich ähnlichen Erfolg wünschen wird, sprechen wir allein schon bei 2 Nachfolgern von 32 Jahren und damit hat unser neuer Kulturbotschafter zum Ausdruck gebracht, dass er selbst mindestens 100 Jahre alt werden möchte und so lange auch für unseren Verein tätig sein wird. Das, meine Damen und Herren, sind doch ganz glückliche Zukunftsaussichten für die „Bönnsche Chinese“.

Dieser Verein ist ja schon jetzt so etwas wie Wolfgang Henselers zweites Zuhause. Er kennt unseren Präsidenten Jian Shu schon viele Jahre und auch während seiner Zeit als Bürgermeister kreuzten sich die Wege der beiden regelmäßig. Zuletzt übergab unser Präsident der Stadt Bornheim 10.000 Schutzmasken aus China, die Shu über die Zhejiang Federation of Overseas Chinese und die in Bonn sitzende Kommission für Epidemieprävention der Übersee-Chinesen in Deutschland erhalten hatte. Und auch das Geschenk zum 25-jährigen Stadtjubiläum, nämlich zwei jeweils etwa 1,80 Meter große original chinesische Vasen, nehmen einen würdigen Platz im Rathaus ein. Wolfgang Henseler hat deren Wirkungsmacht und Aura seit 2006 also täglich aufgenommen und ist gut für sein neues Amt vorbereitet.

Wir freuen uns auf unseren neuen Botschafter und vielleicht, lieber Wolfgang, finden wir zwei Botschafter jetzt auch schon mal Gelegenheit das zu tun, wozu wir in unseren parallel verlaufenden Amtsjahren kaum Zeit gefunden haben: zusammen ein schönes Bier zu trinken und dabei den deutsch-chinesischen Kulturaustausch zu befördern.

Meine Damen und Herren,
ich will abschließend, da es sich bei der Tätigkeit eines „Botschafters“ um ein Amt mit internationaler Strahlkraft handelt, auf drei Begriffe eingehen, die bei den Vereinten Nationen in solchen Zusammenhängen verwendet werden. Wolfgang Henseler war ein sehr erfolgreicher Bürgermeister und darf von uns als „local leader“ bezeichnet werden. Er war ebenso erfolgreich auf internationaler Ebene tätig und erfüllt auch die Ansprüche, die an einem „global leader“ gestellt werden. In seiner Person vereinigt er damit, drittens, das allerbeste, was wir uns wünschen können:
Ladies and Gentleman, Wolfgang Henseler is a glocal leader.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Protokolle Mitgliederversammlungen

Protokoll am 12. Juni 2019

Protokoll am 12. Juni 2018

Protokoll am 12. Juni 2017

Protokoll am 15. Juni 2016

Protokoll am 11. Juni 2015

Protokoll am 11. Juni 2014

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